Schule Gutenberg / Zelgli

Schulleitung

Marianne Trüb
Gutenbergstrasse 11
8406 Winterthur
Tel. 052 267 26 16
Mob. 079 793 15 31

Schulhaus Gutenberg

Gutenbergstrasse 11
8406 Winterthur
Tel. 052 267 26 15

Hauswartung
Reto Walter
Reto Walter
Tel. 052 267 26 17

Von der Schule für arme Kinder zur modernen Schuleinheit
Was für die Kinder reicher Eltern schon lange üblich war, wurde in Töss um 1606 auch armen Kindern ermöglicht: die Schule zu besuchen. Beim Amt für Kirche und Schule wird zum ersten Mal ein Beitrag an Geld und Naturalien für die Einführung und den Bestand einer Schule mit eigenem Lehrer und den Schulbesuch armer Kinder erwähnt. Als erster Lehrer wurde David Meier angestellt, der jedoch mit seinem Lohn nicht zufrieden war. So steht geschrieben, „zum Anfang keiner anderst nit Schule halten wollte, man gebe ihm dann über den Kindern bestimmte Wochenlohn auch 2 Mt. Kernen* zur Besoldung“. Diese Lohnaufbesserung wurde ihm gewährt und somit war der Grundstein der Schule Töss gelegt.
Durch die industrielle Revolution in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderst, wuchs die Bevölkerung in Töss stetig. Nachdem die Schule in alten Zeiten noch in Privathäusern untergebracht war, zogen die Primarschüler von Töss 1825 ins neu erstellte „Gmeindhüsli“, in dem neben dem Gemeindeamt auch zwei Schulzimmer zur Verfügung standen. Darin wurden zwei Klassen zu 100 und 120 Schülern unterrichtet. Ursprünglich war das „Gmeindhüsli“ zweistöckig erbaut, wurde aber fünf Jahre später wegen Platzmangel um eine Etage aufgestockt, wobei es gleichzeitig ein mit vier Zifferblättern und einer Uhr versehenes Türmchen erhielt. Als 1832 die obligatorische Schulpflicht eingeführt wurde, platzte die Schule Töss bereits aus allen Nähten. Die Primarschüler besuchten in Töss die Schule, Sekundarschüler mussten jedoch vorerst in die Altstadt die Schule.

Schulhaus Zelgli

Zelglistrasse 2
8406 Winterthur
Tel. 052 267 26 32

Hauswartung
Reto Walter
Tel. 052 267 26 17

Betreuung Zelgli
Alla Jegen
Tel. 052 267 26 20

1863 konnte dann das neue Schulhaus an der Zelglistrasse eingeweiht werden, das nun ebenfalls eine Sekundarklasse beherbergte.
Doch 1873/74 musste ein Teil der Primarschule wieder ins „Gmeindhüsli“ umziehen, denn die Schülerzahl war wiederum gewachsen. Der Bau eines eigenen Primarschulhauses wurde dringend nötig. Im Jahre 1891 konnte das Schulhaus bei der Kirche (Gutenberg) mitsamt einer eigenen Turnhalle eingeweiht werden. Fortan besuchten Sekundar- und Primarschüler die Schule in getrennten Schulhäusern.

Altes Gmeindehüsli

Zürcherstrasse 127
8406 Winterthur

Hauswartung
Reto Walter
Tel. 052 267 26 17


Logopädie
Susanna Züllig
Tel. 052 267 26 19

TiK
Christoph Siebenhaar, Renate Zaugg
Tel. 052 267 26 18

Der erste Kindergarten wurde im „Gmeindhüsli“ zusammen mit Primar- und Sekundarschule gehalten. Nach der Kindergartenverordnung von 1926 entstanden in Winterthur verschiedene Kindergartengebäude.
1931 konnte auch das Gebäude für den Kindergarten Töss an der Emil-Klötistrasse bezogen werden.
In den letzen Jahren wurden die genannten Schulhäuser verändert und renoviert. Das „Gmeindhüsli“ wurde mehrmals verändert und umgenutzt, das Schulhaus „Zelgli“ konnte in den 80er Jahren vor dem Abbruch bewahrt werden und wurde 1994 umgebaut und vergrössert. Die alte Turnhalle beim Schulhaus „Gutenberg“ genügte nach fast 100 Jahren Benutzung nicht mehr den modernen Ansprüchen und wurde 1983 durch eine neue, heute noch genutzte Turnhalle ersetzt. Auch der Kindergarten „Emil-Klöti“ erfuhr 2006 eine Renovation und lässt das Gebäude wieder in altem Glanz des Bauhaus-Stils erstrahlen.

Doch nicht nur die Schulräumlichkeiten wurden erweitert und verändert, sondern neben Unterrichtsmethoden und Schülerzahlen haben sich auch die personellen Strukturen stark verändert. Vom Unterricht durch eine einzige Lehrperson, die alle Tössmer Kinder zu einem magern Lohn unterrichtete, wandelte sich die Schule Töss, insbesondere die Schule Gutenberg-Zelgli, zu einem über 40 Personen starken Team. Neben dem heute üblichen Unterricht stehen integrative Förderung, Grundmusikschule, Hausaufgabenhilfe, Italienischschule, Schulsozialarbeit, Logopädie, schulergänzende Kinderbetreuung usw. zur Verfügung.

Heute besuchen über 180 Schüler und Schülerinnen den Kindergarten und die Primarschule Gutenberg-Zelgli. Die ursprüngliche Schule für die Kinder armer Leute hat sich zu einer neuzeitlichen Schuleinheit gewandelt und entspricht den modernen Ansprüchen in allen Hinsichten.


*alte Masseinheit, Naturalgabe z.B. Körner Weizen
Quellen: Emil Stauber, Walter Bretscher, Heinz Hinrikson